In Zeiten anhaltender Konjunkturschwäche bleibt auch das Marktumfeld für gewerbliche Immobilieninvestitionen in der Region Stuttgart herausfordernd. Angesichts gestiegener Marktrisiken und Finanzierungshürden bevorzugen institutionelle Investoren derzeit andere Formen der Kapitalanlage. Eigenkapitalstarke Investoren konnten hingegen von der Zurückhaltung institutioneller Anleger profitieren und sich im Jahresverlauf attraktive Gewerbeimmobilien im mittleren Preissegment sichern.
„Für Investitionswillige bietet der Stuttgarter Immobilienmarkt derzeit ein interessantes Spektrum an Anlagemöglichkeiten, auch in zentralen Lagen und auf einem realistischen Preisniveau in allen Marktsegmenten“, fasst Björn Holzwarth, geschäftsführender Gesellschafter bei E & G Immobilien, die aktuellen Marktpotentiale zusammen.
Trotz stabiler Renditen und einem breiten Angebot in und um Stuttgart, verzeichnete der Stuttgarter Investmentmarkt 2025 ein spürbar niedrigeres Transaktionsvolumen von 360 Mio. Euro (- 20 % im Vergleich zum Vorjahr). Mit einem starken Ergebnis von 210 Mio. Euro konnte das 4. Quartal jedoch maßgeblich zu einem versöhnlichen Jahresabschluss beigetragen. Hierbei lag der Fokus auf gemischt genutzten Immobilien und Bürogebäuden in innerstädtischen Lagen. Für Produkte an peripheren Standorten gab es hingegen nur wenig Nachfrage. Weiterhin stehen hohe Baukosten und gesetzliche Auflagen neuen Projektentwicklungen entgegen.
Angebotsseitig verzeichneten im vergangenen Jahr Privateigentümer und Family Offices mit etwa 31 % den größten Anteil am Transaktionsvolumen, gefolgt von Asset/Fondsmanagern mit rund 23 %. Auch auf Käuferseite waren private Anleger und Family Offices mit ca. 50 % am Markt dominierend.
„Trotz der schwierigen Wirtschaftslage besteht ein stabiles Interesse an neuwertigen Gewerbeimmobilien in der Stuttgarter City und Innenstadt. Großvolumige Wohnimmobilien dürften auch im Umland eine interessante Option sein. Vor diesem Hintergrund erwartet
E & G Immobilien für 2026 ein leicht ansteigendes Transaktionsvolumen“, beschreibt Holzwarth die Zukunftsaussichten für den Stuttgarter Investmentmarkt.